Weniger Zellzahlen - Voller Milchpreis

1. Tag: pH-Wert 12,90
Die Zellzahlen und die Mastitisfälle sind seit dem Einsatz von Desical spezial im Betrieb Steves drastisch zurückgegangen; Bernd Steves (l.) und Peter Smitmans.
Auch beim Tränkewasser ist Hygiene für den Betrieb ein Muss und der Betriebsleiter setzt auf eine Chlordioxidanlage von Desintec.

Jeden Freitag ist in der Steves GbR in Willich-Anrath am Niederrhein bei den 338 Milchkühen und 250 Stück Jungvieh Einstreu-Tag, seit einigen Monaten mit Desical spezial – mit durchschlagendem Erfolg.

Seitdem wir diesen Januar mit Desical spezial gestartet sind, sind die Zellzahlen und die akuten bzw. klinischen Mastitisfälle drastisch runtergegangen. Gerade bei Mastitis war der Effekt sehr deutlich“, erzählt Betriebsleiter Bernd Steves. „Jede Euterentzündung kostet 500 €/Fall. Besonders die Colifälle sind extrem teuer. Mein Berater Peter Smitmans hat mir empfohlen, pro Mischung im Futtermischwagen 1.000 kg Desical spezial, 800 kg fine-cut-Häckselstroh und 800 l Wasser zum Binden zu verwenden und alle sieben Tage immer zwei Mischungen à 2,6 t in die Liegeboxen im Kuh- bzw. Jungviehstall zu verteilen. Das entspricht etwa 20 kg/Box/Woche. Der Mischwagen benötigt für eine Ladung 20–25 Minuten Mischzeit. Nach der Ausbringung entfällt praktischerweise eine separate Reinigung, weil die Bestandteile der Boxeneinstreu für den Rindermagen alle unbedenklich sind.“

Bernd Steves geht es darum, Umweltkeime und vor allem Colikonforme Keime zu reduzieren, denn diese verursachen eine wässrige Euterentzündung bis hin zum Totalausfall. „Wir haben alles ausprobiert“, so der Betriebsleiter weiter. „Eine Mischung aus Stroh, Sägemehl und normalem kohlensauren Kalk beispielsweise. Die Matratze war zwar ok, aber die Zellzahlen waren mit mehr als 200.000 zu hoch. Und wir hatten hier und da Coliinfektionen, die uns ziemlich geärgert haben. Um mit normalem kohlensauren Kalk den- selben keimreduzierenden Effekt wie mit Desical hinzubekommen, muss man die fünffache Menge nehmen, sonst funktioniert es nicht. Dann ist nicht nur der Preisvorteil weg, vor allem werden die Striche spröde. Wenn man dann auch noch ein jodhaltiges Dippmittel verwendet, bekommen die Zitzen Risse – die idealen Eintrittspforten für Keime. Säure als Einstreupulver haben wir auch schon ausprobiert, ohne Erfolg. Als wir unsere eigene separierte Gülle als Einstreu verwendet haben, ging der Schuss so richtig nach hinten los. Der Keimdruck war viel zu hoch.“

Peter Smitmans misst im Liegeboxenbereich regelmäßig den pH-Wert. „Das reine Produkt Desical hat einen pH-Wert von rund 13. Keime haben in diesem Milieu keine Chance. Aber auch nach einigen Tagen ist der pH-Wert in den Liegeboxen immer noch so hoch, dass Keime sich kaum vermehren können. Das Besondere an Desical ist, dass es das einzige Produkt ist, das Desinfektion und Hautverträglichkeit miteinander kombiniert. Das ist wirklich einmalig!

Derzeit liegen die Zellzahlen bei den Steves’schen Kühen unter 150.000 – und der volle Milchpreis wird wieder ausgezahlt. Bei einem gleitenden Schnitt von 10.957 kg Milch beträgt der Fettanteil 3,72 % und der Eiweißanteil 3,38 %. Die Kühe sind in drei Leistungsgruppen mit jeweils einer eigenen Ra - tion aufgeteilt: Niederleistungsgruppe, Hochleistungsgruppe und Färsen. In der Ration der Niederleistungsgruppe gibt es als Kraftfutter die ‚RWZ-Auftragsmischung NL-Kühe Steves‘ und bei den hochleistenden Kühen sowie den Färsen die ‚RWZ-Auftragsmischung HL-Kühe Steves‘. Das Jungvieh er - hält bis zum Alter von etwa sechs Monaten eine Ration aus Heu und Kraftfutter „RWZ-Auftragsmischung Kälber Steves“. Hygiene ist für Bernd Steves nicht nur in den Liegeboxen ein Muss. Auch im Tränkewasser möchte er den Keimdruck so gering wie möglich halten und setzt auf die Chlordioxidanlage von Desintec. „Michel Int-Veen von der RWZ hat die Anlage selber eingebaut“, sagt der Betriebsleiter. „Meine Erfahrung nach knapp einem Jahr: Ich habe keinen Biofilm mehr, sowohl in den Leitungen, als auch in den Tränken, der ist einfach weg. Ich bin sehr zufrieden.“ Als Tränkewasser verwendet er eigenes Brunnenwasser.

Der Stand heute gefällt Bernd Steves am besten. „Arbeitswirtschaftlich und auch von der Kostenseite her“, so Steves. „Der feste Einstreurhythmus ist wichtig, ansonsten schlabbert man es schon mal. Im Sommer bauen sich normaler - weise die Zellzahlen auf. Der Effekt war viel schwächer als sonst. Die Liegeboxen sind wunderbar trocken, es wird mehr Flüssigkeit gebunden. Außerdem habe ich weniger Fliegen im Stall.“ Und die zusätzliche Mortellaro-Prophylaxe nimmt der Betriebsleiter auch noch gerne mit.

Ihre Ansprechpartner

Peter Smitmans

Futtermittelspezialberater
Telefon: 0175 / 11 56 357
E-Mail: peter.smitmans(at)agravis.de

Michel Int-Veen

RWZ-Hygieneberater
Telefon: 0162 / 24 25 299
E-Mail: michel.intveen(at)rwz.de

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