Mit HEFE Futterverwertung erhöhen

Zu Besuch auf dem Betrieb der Familie Stenkamp in Hamminkeln (Dezember 2014)

Berthold Stenkamp und Christian Kley setzen seit einem Jahr auf die Hefe Diamond V auf Vorschlag von RWZ-Berater Detlef Ewig ein.
Detlef Ewig und Christian Kley kontrollieren die Kotqualität mittels Waschprobe.
Das ist die Ausbeute am Magneten im Mischwagen von einer Woche.

„Im Grundfutter liegt der Schlüssel des Erfolges.“ Davon ist Milchviehhalter Berthold Stenkamp aus Hamminkeln-Loikum fest überzeugt. Jedoch hat die totale Mischration der 137 Holstein Friesian Kühe auf dem Betrieb CB Milchvieh KG betriebsbedingt einen hohen Anteil an Maisilage und Getreide und weist dadurch einen hohen Stärkegehalt auf.

Eine solche Ration birgt die Gefahr von latenten Pansenazidosen mit ihren diversen negativen Folgen: schlechter Klauenzustand, geringere Milchleistung, schlechtere Fruchtbarkeit und erhöhte Zellzahlen.

Hefe ist doppelt fermentiert

Deswegen setzen Stenkamp und sein KG-Partner Christian Kley seit einem Jahr mit 100 g/Tier/Tag die Hefe Diamond V ein. Diese Hefekultur ist doppelt fermentiert und enthält deshalb 200–300 verschiedene Stoffwechselendprodukte, die das Wachstum von Mikroorganismen im Pansen fördern. Für die Praxis bedeutet das: mehr Pansenpilze und rohfaserverdauende Bakterien – höhere Faserverdauung; mehr laktatverwertende Bakterien sowie mehr sauerstoffverbrauchende Bakterien und Protozoen – stabileres Pansenmilieu; mehr Stärke abbauende Mikroben – bessere Energieversorgung der Kuh; weniger bakterienzehrende Protozoen – höhere mikrobielle Proteinversorgung. Durch den Einsatz von Diamond V haben die beiden Landwirte jetzt einen effektiven Weg gefunden, die Pansenmikroben bei der Verdauung zu unterstützen und die unerwünschten Auswirkungen zu reduzieren.

Höhere Fruchtbarkeit

„Schon seit längerem waren wir unzufrieden mit der Fruchtbarkeit unserer Tiere. Das hing natürlich auch mit unserer hohen durchschnittlichen Milchleistung von 33 l Tagesgemelk zusammen. Unser Berater Detlef Ewig von der RWZ hat uns dann vorgeschlagen, es mal mit Diamond V zu probieren“, so Christian Kley über den Anstoß, Diamond V in die Ration zu nehmen. Und Detlef Ewig ergänzt: „Durch die höhere Verdaulichkeit der Gesamtration stehen den Kühen mit Diamond V etwa 7 MJ NEL mehr an Energie zur Verfügung. So erzielen wir gerade bei den Frischmelkern hinsichtlich der Fruchtbarkeit positive Ergebnisse.“

Und genau so ist es auch gekommen: „Der Effekt war schon erstaunlich. Der Kot war sofort besser, fluffiger und klebte nicht mehr so an den Stiefeln. Wegen der besseren Verdauung sind im Kot viel weniger Fasern. Dass den Kühen so mehr Energie zur Verfügung steht, kann man vor allem an den frischmelkenden Kühen sehen. Die Tiere verlieren weniger an Substanz und kommen besser durch die Laktation, was wir hinterher wieder an der Fruchtbarkeit merken. Die Brunst zeigt sich jetzt deutlich früher. Im Moment besamen wir die Kühe nach 45–50 Tagen, und der Besamungsindex hat sich von 1,9 auf 1,4 gesenkt. Bei der Fruchtbarkeit haben wir schon deutliche Erfolge erzielt“, berichtet Christian Kley über seine Erfahrung mit Diamond V.

Zellzahlen gesenkt

„Auch die Zellzahlen gingen mit der Hefe rapide runter. 250.000–300.000 war damals ganz normal. Jetzt sind wir bei 175.000 angekommen.“ Damit bestätigt Christian Kley einen bereits mehrfach wissenschaftlich erwiesenen Effekt von Diamond V: Die gesundheitlichen und entzündungshemmenden Vorteile führen zu einer besseren Leistung und Zellzahlreduzierung.

Umstellung auf Roboter

Leistungsfutter erhalten die laktierenden Kühe am Melkroboter, der 2012 mit der Stallerweiterung in Betrieb genommen wurde. „Wir mussten uns arbeitstechnisch Erleichterung schaffen. Deshalb haben wir uns für den Roboter entschieden. Zwar hatten wir ein bisschen Angst vor der Umstellung, da wir zuvor eine Voll-TMR gefüttert haben, aber jetzt klappt alles gut“, so Berthold Stenkamp. Die Tiere bekommen pro Besuch im Roboter maximal 1,5 kg RWZ-Kraft Korn 204, gute Kühe bis zu 4,0 kg/Tag. Außerdem sind 5 kg Konzentratfutter (50 % erste, 50 % Raps) in der Teil-TMR. „Die Kraftfuttermenge halten wir über den Roboter bewusst niedrig, um die Kühe zu animieren, mehr TMRMischung zu fressen. Die durchschnittliche Anzahl der Melkungen liegt bei 2,6. Damit sind wir sehr zufrieden.“

Mehrere Standbeine

Zum Betrieb gehört auch der erste Milchautomat im Kreis Wesel, an dem man sich für 1 €/l Rohmilch rund um die Uhr selber zapfen kann. Direkt am Kuhstall platziert, können sich Milchkunden beim Blick in den Stall auch gleich vom Wohlergehen der Tiere überzeugen. Die Verbraucher können hier direkt sehen, wo und wie ihre Milch erzeugt wird. Das schafft Vertrauen und das Angebot wird gut angenommen. Weitere Standbeine des Betriebes sind eine Biogasanlage mit Wärmekonzept sowie Zuchtsauen und Mastschweine.

Magnet im Mischwagen

Eine weitere Besonderheit findet sich im Mischwagen: ein starker Magnet zieht Eisenteile aus dem Futter und verhindert so, dass die Tiere Fremdkörper fressen. „Das ist Wahnsinn, was der alles aus dem Futter holt. Ich bin mir inzwischen sicher, wenn es einem Tier schlecht ging, lag es oft an unbemerkten Fremdkörpern im Futter“, so Christian Kley.

Grundfutter weiter verbessern

Durch die Aufstockung im Zuge der Stallerweiterung ist die Herde relativ jung. Weitere Leistungssteigerungen halten Stenkamp und Kley für möglich, vor allem durch die Verbesserung des Grundfutters. Diamond V soll auf jeden Fall als fester Bestandteil in der Ration bleiben. Die Strategie auf dem Hof Stenkamp heißt weiterhin: mit viel Grundfutter und wenig Kraftfutter möglichst viel Milch produzieren.

Diamond V

Diamond V

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Weitere Einzelheiten zum Produkt Diamond-V

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