QUALITÄTSEIER gezielt erzeugen

Zu Besuch bei Familie Schäfer in Hamminkeln-Dingden (Mai 2013)

„Vor einem Jahr hätten wir nie gedacht, dass unsere Eier mal zu groß sind.“ Denn für die Kunden des Hofladens der Familie Schäfer in Hamminkeln-Dingden am Niederrhein zählt neben einer artgerechten Tierhaltung vor allem Qualität – es sind große Eier mit einer sauberen und festen Schale gewünscht.

Hof Schäfer in Hamminkeln am Niederrhein – das sind das betriebsleitende Ehepaar Judith und Hermann Schäfer, die Seniorgeneration Hedwig und Dieter Schäfer, 20 Mitarbeiter, 19 ha Getreide und Mais, 8 ha Kartoffeln, 2 ha Kürbisse, 1 ha Erdbeeren, 100 Mastschweine pro Jahr, 250 Gänse sowie 4.500 Legehennen. Herzstück des Betriebes ist der 170 m² große Hofladen sowie die auf neun Märkten im Großraum Wesel vertretenen Verkaufswagen, die mit großem Engagement von Seniorchef Dieter Schäfer organisiert und betreut werden. Die meisten der auf Hof Schäfer erzeugten Produkte werden selber vermarktet und nur ein kleiner Teil wird über andere Mitgliederbetriebe der Arbeitsgemeinschaft ‚Feines vom Land‘ verkauft. Als besonderes Highlight hat sich das jährliche im September stattfindende Kürbisfest mit einem breiten Angebot von Kürbissen aller Art etabliert, das über die Jahre Anziehungspunkt für eine immer größer werdende Fangemeinde geworden ist.

Schwerpunkt Qualitätseier

Ein zentraler Bestandteil der Produktpalette von Hof Schäfer sind die Tafeleier. Für deren Produktion wurde 2002 eine neue Stahlhalle mit einem geschützten Auslauf errichtet. „Für die Halle hätte ich leicht eine andere Verwendung gefunden, wenn es mit den Hennen nicht geklappt hätte“, erläutert Hermann Schäfer die damaligen Überlegungen. Doch die Nachfrage nach Qualitätseiern war so groß, dass die Hennenhaltung sogar weiter ausgebaut wurde: Zunächst hatte man mit 2.000 Hennen produziert, 2007 kam ein weiterer Stall für 2.500 Tiere hinzu.

L- und XL-Eier dank Qualitätsfutter

„Die Kunden wünschen möglichst große Eier. Wir wollen deswegen möglichst viele L- und XL-Eier haben. S- und M-Eier können wir schlecht vermarkten“, so Judith Schäfer. „Um möglichst große Eier zu erzeugen, machen alle unsere Herden bislang eine fünfwöchige Legepause. Außerdem wählen wir Futtermittel aus, mit denen sich möglichst große Eier erzeugen lassen. Vor einem Jahr hatten wir nämlich Probleme mit der Eigröße und haben uns bei Berufskollegen umgehört, welches Futter funktioniert und eine verlässliche, gleichbleibende Qualität liefert. Seitdem lassen wir uns von Armin Marth vom RWZ-Agrarlager Hünxe- Drevenack beraten und unsere Tiere bekommen RWZ-Legehennenfutter. Wir haben mit RWZ-LA 116 LXL angefangen, einem Futter, das speziell für die Produktion von großen Eiern entwickelt wurde.“ Und Hermann Schäfer ergänzt: „Man hat sofort Ergebnisse gesehen. Inzwischen haben wir kaum noch M-Eier und keine S-Eier mehr, die Sortierung hat sich sehr stark in Richtung der großen Eier verschoben.“

Stallhygiene im Blick

Besonders großen Wert legen die Schäfers zudem auf die Stallhygiene. „Vor ein paar Wochen verschlechterte sich mit der Einstallung einer neuen Hennengruppe in den multi-age-Bestand die Kotqualität. Daraufhin haben wir auf RWZ-LA Kräuter Vital umgestellt. Die Eier waren mehr als groß genug und wir wollten die Kotqualität wieder in den Griff bekommen. Auch hier hat das Futter direkt funktioniert: Der Kot und damit auch die Einstreu wurden deutlich trockener“, berichtet Hermann Schäfer. „Wir setzen Judith und Hermann Schäfer (links und Mitte) zeigen RWZ-Fachberater Armin Marth die Außenvoliere, an der die Kunden die Hennen jederzeit beobachten können. "Man hat sofort Ergebnisse gesehen. Inzwischen haben wir kaum noch M−Eier und keine S−Eier mehr.“ Hamminkeln RWZ-agrarReport 1/2014 13 RWZ-Kräuter Vital zur Sicherheit noch ein bisschen länger ein. Dann wechseln wir zum Standardfutter RWZ-LA Optimum mit 11,6 MJ “. Auch gegen Milben wissen sich die Schäfers zu helfen. „Gerade die Rote Vogelmilbe ist ein überaus lästiges und die Produktion beeinträchtigendes Problem. Dagegen gehen wir erfolgreich mit DESINTEC M-Ex Profi 80 vor“, so der Betriebsleiter. Im Unterschied zu anderen Milbenmitteln wird DESINTEC M-Ex Profi 80 flüssig aufgetragen und ist daher sehr anwenderfreundlich. Zudem ist es aufgrund seiner Silikatbasis völlig ungiftig.

Fütterung an Haltungsform anpassen

Die Hennen werden in einem System von Volito gehalten. Der Betrieb entschied sich für eine Pfannenfütterung mit einer Roxell Schale. Bei entsprechender Einstellung der Schale ist vergeudungsfreies Füttern sehr gut möglich, was durch die ausgeglichene Struktur des RWZ-Futters unterstützt wird. Die Tiere haben Zugang zu einer großzügigen Außenvoliere, welche im Sommer wie im Winter viel genutzt wird. So können sich die Kunden mit eigenen Augen vom Wohlergehen der Hennen überzeugen. Dies ist sehr wichtig, da das Bewusstsein der Kunden für Fragen der Tierhaltung stark gewachsen ist. Allerdings kann ein Außenklimabereich zu besonderen ernährungsphysiologischen Ansprüchen an das Futter führen. „Das RWZ-Fütterungssystem ist so abgestimmt, dass so gut wie nie ein 11,8 MJ-Futter benötigt wird. Eine Ausnahme stellt die Haltung mit Außenklimakontakt während der Wintermonate dar. Die Henne hat dann einen höheren Erhaltungsbedarf und man kann mit gutem Erfolg RWZ-LA 118 füttern“, erläutert Armin Marth.

Altersgerechte Fütterung

Am liebsten würden die Schäfers ganz ohne Legepause arbeiten und die Hennen noch drei Monate länger als üblich halten, da die Legeleistung der Tiere das hergeben würde. Allerdings besteht die Sorge, dass die Eischalen dann zu schwach werden. Armin Marth ist davon überzeugt, dass dieses Problem gemeistert werden kann: „Wenn jede Altersgruppe ein eigenes Futtersilo hat, dann können wir bestandesindividuell mit dem System RWZ-LA Schale Perfekt arbeiten. Jede Altersgruppe bekommt dann ein auf ihren physiologischen Zustand abgestimmtes Futter.“ Darin sieht auch Hermann Schäfer das Erfolgsrezept: „Das Futter muss einfach in den Betrieb passen, das ist ganz wichtig. Wir wollen in den Stall kommen und gesunde Tiere sehen, die gute Eier legen. Und das geht nur mit dem passenden Futter und dem richtigen Management.“

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