• RWZ-Gruppe erlöst im Geschäftsjahr 2,3 Mrd. Euro Umsatz
• 2012 weiter auf Wachstumskurs
„Die RWZ konnte 2011 den positiven Trend auf den meisten Agrarmärkten nutzen und ihr im Hinblick auf Umsatz und operatives Ergebnis bestes Geschäftsjahr abschließen“, stellte RWZ-Vorstands- vorsitzender Hans-Josef Hilgers anlässlich der Generalversammlung am 5. Juni 2012 fest. Die Generalversammlung fand vor mehr als 600 Gästen aus der gesamten Agrarbranche, Ehrengästen aus Politik, Wirtschaft und dem landwirtschaftlichen Berufsstand auf dem Gelände des im Jahr 2005 neuerrichteten RWZ-Agrarzentrums Andernach statt. Im Vorfeld zur Generalversammlung präsentierten sich die einzelnen RWZ-Geschäftsbereiche im Sinne der „RWZ-Dachmarkenstrategie“ mit einem breitgefächerten Angebot an Produkten sowie Dienstleistungen. Mittlerweile bietet die RWZ gemeinsam mit ihren Mitgliedsgenossenschaften zahlreiche ganzheitliche Produktions- und Vermarktungskonzepte, mit denen sie ihre Kunden aus Landwirtschaft, Wein- und Gartenbau „von A bis Z“ unterstützt.
Marktpositionen deutlich ausgebaut
Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die RWZ-Gruppe mit ihren 17 operativ tätigen Tochtergesellschaften einen Umsatz von 2,3 Mrd. €. Dies ist ein Zuwachs gegenüber Vorjahr um 389 Mio. € bzw. um 20,4 %. Der größte Teil des Umsatzes in 2011 entfiel mit 1,6 Mrd. € bzw. 69,7 % auf das Agrargeschäft mit Düngemittel, Pflanzenschutz, Saatgut, Holz, Futtermittel, Technik, Gartenbau, Getreide- und Ölsaaten, Kartoffeln sowie Wein- und Gartenbau. 695 Mio. € bzw. 30,3 % des Gesamtumsatzes erlöste die RWZ in den nicht-klassischen Geschäftsbereichen rund um Energie, Baustoffe und Märkte sowie Gartentechnik und Autohäuser. Erfreulich hat sich das Eigenkapital mit einem Anstieg um rund 8,3 Mio. € auf 102,7 Mio. € entwickelt. Die Eigenkapitalquote im RWZ-Konzern beträgt damit mittlerweile 20 %. Die Generalversammlung beschloss, für das Geschäftsjahr 2011 eine gegenüber Vorjahr um weitere 0,25% auf 3,25 % erhöhte Dividende an die genossenschaftlichen Anteilseigner auszuschütten.
Auch 2012 weiter auf Wachstumskurs
Auch im laufenden Geschäftsjahr 2012 setzt sich die für die RWZ positive Umsatzentwicklung bei leicht rückläufigem Ergebnis fort. Die positive Stimmung in der Landwirtschaft aufgrund der bis auf wenige Ausnahmen weiterhin stabilen Märkte und attraktiven Produktpreise sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, wie Düngemittel, Pflanzenschutz, Saatgut als auch für eine weiterhin hohe Investitionsbereitschaft insbesondere in landtechnische Maschinen und Geräte. Ziel der RWZ-Gruppe ist es, im Geschäftsjahr 2012 den Mengenumsatz um rund 5 % zu steigern und daraus zumindest ein Ergebnis auf Vorjahresniveau auszuweisen. „Das Jahr 2012 soll die RWZ auch in ihrem Bestreben ein gutes Stück voranbringen, ihren Mitgliedsgenossenschaften als auch ihre Kunden aus Landwirtschaft, Wein- und Gartenbau auf Basis ihres breiten Produkt- und Dienstleistungs- angebotes möglichst umfassend und vielseitig zu bedienen“, so der Vorstandsvorsitzende Hans-Josef Hilgers. Im Sinne der „RWZ-Dachmarkenstrategie“ wird die RWZ auch im laufenden Jahr ihre Strukturen weiter optimieren. Des Weiteren ist als Ziel definiert, innerhalb der nächsten 5 Jahre den Konzernumsatz mengenmäßig jährlich um 5% bzw. bis 2016 um insgesamt mindestens 25 % zu steigern. Dabei kann dieses Wachstum organisch oder aber auch durch geeignete Zukäufe in angestammten Geschäftsfeldern geschehen
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„Ist die Krise wirklich vorbei-welche Zukunft hat die soziale Marktwirtschaft?“
Aus Sicht des Gastreferenten Friedhelm Ost, Staatssekretär a.D. und ehemaliger Regierungssprecher ist die weltweite Finanzkrise keineswegs eine Systemkrise bzw. nicht der sozialen Marktwirtschaft zuzuschreiben. Vielmehr handelt sich um ein Versagen staatlicher Aufsicht, insbesondere im Bankenbereich. „Dass die genossenschaftlich organisierten Banken diese schwierige Zeit bislang so gut überstanden haben, zeigt, dass das Genossenschaftssystem unschlagbare Vorzüge aufweist und daher der Genossenschaftsgedanke aktueller denn je ist“, so Friedhelm Ost.
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