RWZ beschließt Allianz im Geschäft mit Raiffeisen-Märkten

veröffentlicht am 09. Februar 2017

RWZ beschließt Allianz im Geschäft mit Raiffeisen-Märkten

Die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG setzt die Umsetzung ihres in 2016 gestarteten und jüngst forcierten Restrukturierungsprogramms weiter fort. Ziel ist die Verbesserung der Profitabilität durch Fokus auf Kernkompetenzen vor allem im klassischen Agrar-, Wein- und Gartenbaugeschäft. Das Programm umfasst klar definierte strategische Schwerpunkte, denen zahlreiche Einzelthemen zugeordnet sind. Diese sollen in den kommenden drei Jahren konsequent abgearbeitet werden. Ein wichtiger Baustein ist das Bilden von Allianzen mit externen Partnern. Entsprechenden Beschlüssen hat der RWZ-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 9. Februar zugestimmt. Zum einen soll in dem nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Bereich Raiffeisen-Märkte eine Zusammenarbeit mit AGRAVIS zeitnah umgesetzt werden. Zum anderen sollen zur Stärkung des Kerngeschäftes weitere Allianzen teils unter Federführung der RWZ forciert werden.

Im Geschäftsfeld Raiffeisen-Märkte betreibt die RWZ eigene Marktstandorte und beliefert als Großhändler vornehmlich Kunden der genossenschaftlichen Primärstufe. Die RWZ erreicht in diesem Segment keine strategische Größe und wird deshalb im Rahmen einer Neustrukturierung ihrer Einzelhandelsaktivitäten mit der AGRAVIS Raiffeisen AG eine umfassende Kooperationsvereinbarung abschließen. Hierbei übernimmt die AGRAVIS den operativen Betrieb von 16 RWZ-Raiffeisen-Märkten sowie das Großhandelsgeschäft mit der Primärstufe. Die rund 50 in der RWZ verbleibenden, kleineren Verkaufsstellen werden künftig über die AGRAVIS mit Ware versorgt. Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der RWZ, sieht hierdurch Vorteile für alle Beteiligten: „Wir heben Synergien und sichern Marktpräsenz sowie Arbeitsplätze in der Fläche. Kunden aus den Primärgenossenschaften profitieren von der konzeptionellen Stärke der im Segment Märkte sehr leistungsfähigen AGRAVIS. Der Verbraucher kann sich auf ein attraktiveres Einkaufserlebnis freuen dank der von AGRAVIS beabsichtigten Investitionen in die Standorte.“ Die Umsetzung dieser Allianz, die bis Jahresmitte 2017 abgeschlossen sein soll, steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes.

Das Geschäft im Profi-Gartenbau ist dagegen eine Spezialität der RWZ. Nach vielversprechender Entwicklung in den letzten Jahren soll der Geschäftsbereich nun einen weiteren Wachstumsschub erfahren. Dazu werden in einem ersten Schritt sämtliche Aktivitäten in der RWZ-eigenen Tochtergesellschaft STE-BE gebündelt. Im Anschluss daran ist beabsichtigt, für den Fall des erfolgreichen Abschlusses derzeit laufender Verhandlungen den Schulterschluss mit einem externen Partner zu vollziehen: „Gemeinsame Unternehmungen solcher Art bringen uns notwendige kosten- und leistungsseitige Verbesserungen, um in hart umkämpften Märkten unsere Zukunftsfähigkeit sicher zu stellen“, so Kempkes.

Im Zeitablauf sind laut Kempkes weitere Maßnahmen zur Optimierung des Geschäftsbereichs-Portfolios, Investitionen in Zukunfts-Geschäftsfelder und zur Leistungssteigerung der eigenen Organisation beabsichtigt, um die Voraussetzungen für profitables Wachstum deutlich zu verbessern. „Wo es sinnvoll bzw. von unserer Marktstellung her alleine schwierig ist, sind partielle Allianzen ein geeigneter Weg, unsere Eigenständigkeit im Ganzen zu erhalten. Denn so können wir finanzielle Mittel frei bekommen, um unsere Stärken zu stärken“, bringt er die strategischen Überlegungen des erweiterten, mit Restrukturierungs- und Investitionselementen ausgewogenen Programms auf den Punkt.

Bereits im Dezember 2016 hatte der RWZ-Aufsichtsrat eine große Modernisierungsinvestition für den Kartoffel-Standort in Waldniel genehmigt. In der Kartoffelverarbeitung bedient die RWZ internationale Kunden und agiert marktführend in Deutschland.

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Silke Gaertzen

Silke Gaertzen

Presse

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