RWZ-Generalversammlung 2016 – Geschäftsjahr 2015 befriedigend verlaufen

veröffentlicht am 07. Juni 2016

Restrukturierung plangemäß gestartet

„Das Geschäftsjahr 2015 ist zufriedenstellend verlaufen“, stellte der Vorstand der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ), Markus Stüttgen und Dr. Nicolai von Roenne, anlässlich der ordentlichen Generalversammlung 2016 im RWZ-Agrarzentrum Worms fest. Der Umsatz des RWZ-Konzerns lag mit 2,39 Mrd. € um 111 Mio. € bzw. 4,4% unter dem Wert des Vorjahres. Der Mengenabsatz blieb gegenüber Vorjahr nahezu unverändert bei 6,3 Mio. t. Doch auch wenn Umsatz und Ertrag 2015 unter den ursprünglichen Planwerten gelegen haben, hat das Geschäftsjahr 2015 dazu beigetragen, die Position der RWZ, insbesondere im Agrargeschäft, trotz sehr anspruchsvoller Rahmen- und Marktbedingungen weiter zu festigen.

Aus dem Umsatz von 2,39 Mrd. € verbleibt ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 7,5 Mio. € (-3,3 Mio. €). Die Konzernbilanz weist gegenüber Vorjahr eine um 30 Mio. € auf 640 Mio. € gestiegene Bilanzsumme aus. Das Eigenkapital hat sich weiter um über 7 Mio. € auf 140 Mio. € erhöht.
Investitionen tätigte die RWZ in Höhe von rund 30 Mio. €. Für 2016 sind ebenfalls Investitionen zur weiteren Strukturverbesserung von 26 Mio. € eingeplant.

Zur Deckelung bzw. Senkung der Kosten, insbesondere im Sach- sowie Personalbereich, zur weiteren Verschlankung bzw. Optimierung von Geschäftsprozessen sowie zur Leistungs- und Ertragssteigerung hat die RWZ in der zweiten Jahreshälfte 2015 mit der Erarbeitung eines umfassenden Restrukturierungsprogrammes begonnen. Damit soll das Unternehmensergebnis im RWZ-Konzern bis 2018 nachhaltig gesteigert werden.

„Das Geschäftsergebnis 2015 liegt zwar unter Vorjahr, weist allerdings einen noch zufriedenstellenden Wert auf. Es zeigt zudem, dass lediglich einige Entwicklungen in den Kostenpositionen konsequent korrigiert werden müssen, um die RWZ kurzfristig wieder auf ein dauerhaft deutlich positiveres Geschäftsergebnis zu heben“, so der RWZ-Vorstand. „Für das Geschäftsjahr 2016 ist ein Umsatzziel auf Vorjahreshöhe geplant. Unter Berücksichtigung des außerordentlichen Aufwands für das vor allem im Geschäftsjahr 2016 ergebniswirksame Restrukturierungsprogramm gehen wir von einem ausgeglichenen Geschäftsergebnis aus“, beschreibt der Vorstand die Unternehmensziele für 2016.

In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres der RWZ eG ist der Umsatz gegenüber Vorjahr um 9 % zurückgegangen. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im Vorjahresvergleich niedriger ausgefallen und liegt damit noch unterhalb der Erwartungen. Teilweise ist dieser Rückgang saisonal bedingt.

Im Weiteren beschloss die Generalversammlung die Ausschüttung einer Warenrückvergütung und einer Dividende in Vorjahreshöhe.

Der diesjährige Gastreferent, Parlamentarischer Staatssekretär Peter Bleser, ging in seinem Vortrag „Aktuelle agrarpolitische Situation und daraus resultierende Perspektive für unsere Landwirtschaft“ auf die derzeitige Preiskrise der Agrarmärkte ein. Ursachen sind neben der konjunkturbedingt nachlassenden Nachfrage aus China, dem weggebrochenen russischen Markt und Krisen und Kriegen in Nordafrika, auch der niedrige Ölpreis. So sind die Getreidepreise, Schweinepreise, aber insbesondere zurzeit die Milchpreise auf einem extrem niedrigen, ja teilweise existenzgefährdenden Niveau. Die Bundesregierung hat mit verschiedenen Maßnahmen, insbesondere dem Liquiditätshilfeprogramm, bereits vielen Betrieben helfen können. Sie werde auch weiterhin alles dafür tun, um die Krise abzumildern. „Aber eines ist und bleibt klar: Der Staat kann keinen Markt!“, so Bleser. Weder die Bauern noch die Regierung wollten ein Zurück zu Quotenregelungen, die in der Vergangenheit auch kein Mittel gegen extreme Preisverfälle waren. Ein in die Zukunft gerichteter Blick zeigt, dass die Aussichten für die deutsche Agrarwirtschaft positiv zu beurteilen sind. Das, was der Getreidemarkt durch Preisabsicherung über die Warenterminbörsen bereits verinnerlicht hat, müssen die Akteure des Milchmarktes noch nachvollziehen. Das Leitbild ist und bleibt der Erhalt einer bäuerlich verankerten, nachhaltigen Landwirtschaft, die das Fundament für lebenswerte ländliche Räume ist, und für 4,5 Millionen Beschäftigte in der Agrar- und Ernährungsbranche. Für deren Erhalt bedarf es einer besseren Koordination aller Marktbeteiligten. „Wir müssen um die gesellschaftliche Akzeptanz der Landwirtschaft kämpfen – deshalb begrüße ich es, wenn die Branche sich am vom Bundesminister Schmidt eingeleiteten Grünbuch-Prozess intensiv beteiligt – das Feld darf nicht von jenen bestellt werden, die mit Angstkampagnen aus politischem Kalkül Aufmerksamkeit erwecken wollen“, so Bleser.

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Silke Gaertzen

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