RWZ-Grünlandtag in Diez gut besucht

veröffentlicht am 15. März 2017

Rund 60 Teilnehmer informierten sich am 8. März 2017 im neuen Agrartechnik-Zentrum der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) in Diez zum Thema „Grünland – wertvoller denn je!“ und konnten praxisorientierte Lösungsansätze mit nach Hause nehmen.

Dr. Richard Neff, Fachreferent Grünlandwirtschaft und Futterbau vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Eichhof, stellte die wertvollen Grünlandpflanzen und die Problemarten vor. Dann erläuterte er die Ursachen einer Narbenverschlechterung sowie Maßnahmen zur Narbenverbesserung und Weidepflege. Wichtige vorbeugende Pflege von Wiesen und Weiden ist die Vermeidung von Bewirtschaftungsfehlern wie Nährstoffmangel im Grünlandboden, unangemessener Tierbesatz, Zufütterung auf Weiden oder Bodenverdichtungen bei Nässe durch Fahrzeuge und/oder Weidetiere. Stetig wiederkehrende Standardpflege sollte das Schleppen, Striegeln und gegebenenfalls Walzen, das Aufsammeln von Pferdeäpfeln sowie eine zeitige Nachmahd umfassen. Unkräuter müssen rechtzeitig bekämpft werden und Narbenlücken durch Nachsaat bzw. Neueinsaat früh begegnet werden. Voraussetzung für gutes Grundfutter vom Grünland sind laut Dr. Neff neben geeigneten Pflanzenbeständen und richtigem Schnitttermin auch die ordnungsgemäße Konservierung ohne Verschmutzung und Schimmelbildung.

Dr. Tobias Meinhold, Fachreferent der DOW AgroSciences GmbH, referierte über Pflanzenschutz im Grünland, wann dafür der richtige Zeitpunkt ist und welche Auflagen zu beachten sind. Ob beispielsweise Kräuter im Grünland Fluch oder Segen sind, hängt von der Schadschwelle und dem Futterwert des jeweiligen Grünland-(Un)krauts ab. Kräuter im Grünland seien wie Salz in der Suppe – ein bisschen muss rein, zu viel ist ganz schlecht.

Der Vortrag von Dr. Thorsten Krämer, Leiter des RWZ-Dienstleistungsbereichs Pflanzliche Produktion, thematisierte Empfehlungen zur Düngung und Nachsaat im Grünland. In Bezug auf die neue Düngeverordnung wird Phosphor limitierender Faktor im Grünland. Zudem dürfen Kalium, Schwefel und Kalk nicht außer Acht gelassen werden. „Kalkung ist eine Lebensaufgabe“, so Dr. Krämer. „RWZ-TurboKalk eignet sich im Grünland besonders auch in Hinblick auf die hohe Reaktivität und den Phosphoranteil, den es bei diesem Kalk zusätzlich gibt, ohne dass dieser in die Bilanz eingerechnet werden muss.“

Besonders praktisch: An vielen RWZ-Standorten kann ein Köckerling Grünlandstriegel ausgeliehen werden. Im RWZ-Agrartechnik-Zentrum in Diez fehlte dieser natürlich auch nicht und wurde im Anschluss an die Vorträge den Besuchern vorgestellt.

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Themenseite Perfektes Grünland.

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