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Zu Besuch beim... Weingut Bergdolt-Reif & Nett

November 2017

Weinkeller ohne Hindernisse

Die Eckdaten des Weingutes Bergdolt-Reif & Nett sind beeindruckend: 31 ha eigene Rebfläche plus 5 ha Pacht- und Bewirtschaftungsfläche, 15 Mitarbeiter, 90 Weinlagertanks und 400.000 Flaschen Wein, davon so einige, die in VIP-Lounges oder TV-Kochsendungen Berühmtheit erlangen und ein auf der grünen Wiese gebautes neues Weingut – mit einem akribisch geplanten neuen Weinkeller.

Kopf dieses innovativen Familienbetriebes im pfälzischen Duttweiler ist seit 2001 Christian Nett, Jungwinzer des Jahres 2015 und gefragter Weinexperte. „Als ich damals den Betrieb übernommen habe, kommt man direkt nach der Winzerausbildung natürlich nicht heim und sagt, ich mache jetzt alles komplett neu. Man erarbeitet sich sein Standing und ich habe den Familienbetrieb auch im Austausch mit meinem Vater und Großvater weiterentwickelt“, erzählt Christian Nett über die Anfänge. „Kein Jahr war wie das nächste, auch was Ausstattung und Räumlichkeiten des Betriebes anging. Irgendwann platzten wir aus allen Nähten. Erst hat die Enge zweimal pro Jahr, dann einmal im Monat und dann immer genervt. Die nächsten 25 Jahre so weitermachen war keine Option und wir haben uns für einen Neubau außerhalb der beengten Ortslage entschieden.“ Dem Neubau des Weingutes vorangegangen waren jahrelange Planungen und Genehmigungen. Als die Kellerplanung an der Reihe war, kontaktierte Christian Nett zuerst die KLUG GmbH, von denen er bereits Skrlj-Tanks hatte und mit denen er immer zufrieden war.

Gut geplant
„In die mehrmonatige Planungsphase des Weinkellers haben wir viele, viele Stunden investiert, damit es richtig gut wird“, so Denis Lutterbach von der KLUG GmbH. „Wir sind von der Grundplanung ausgegangen. Aber beim Planen kommen im Team immer neue Ideen und dann wird wieder alles umgestellt, weil die Laufstege ja auch passen müssen. Die Vorgabe von Herrn Nett war, so wenig Stützen wie möglich zu installieren, weil diese den Gang unnötig verkleinern, was dann später den Arbeitsalltag mit dem Stapler erschweren würde. Aber das haben wir wirklich gut lösen können.“ Werner Edl, Vertriebsleiter bei KLUG, ergänzt: „Im Keller stehen heute 47 alte und 43 neue Tanks, fast alles von der Firma Skrlj, wobei die kleineren die alten Tanks sind. Wenn man heute in den Keller geht, sehen alle neu aus, das sieht man gar nicht mehr. Vorteil war hier, dass alles aus einer Hand kommt, weil auch die passenden Laufstege von Skrlj gefertigt wurden. Alle Schnittstellen passten, das war sehr hilfreich.“ Für Christian Nett sollten vor allem die Arbeitsabläufe im neuen Weinkeller so einfach wie möglich sein:

„Die Firma KLUG hat auch intensiv über Verbesserungsvorschläge nachgedacht, ob man alles so stehen lassen kann oder doch noch ein paar Feinheiten umstellt. KLUG war auch im ständigen Austausch mit Skrlj, die Tanks sind ja nicht gerade von der Stange. Wenn man einen 20.000 l Tank rühren oder filtrieren will und das Ding sitzt falsch, dann wäre das ein Problem. Deswegen haben wir alles genau durchdacht, auch die Kühlflächen, wenn der Tank mal nicht ganz voll ist, dass sie trotzdem gleichmäßig den Wein kühlen.“

Große Herausforderungen
„Großes Thema war auch, wie man die großen Tanks passgenau aufstellen soll“, so Christian Nett weiter. „Einen 3.000 l Tank aufstellen kann ich, kein Problem, aber einen 22.000 oder 40.000 l Tank wollte ich nicht wirklich selbst aufstellen, zumal daran auch die Laufstege montiert werden und die Tanks dementsprechend genau stehen mussten. Da kann man nicht sagen, ach, fünf Zentimeter werden schon nichts ausmachen. Das würde optisch zwar nicht auffallen, passt aber beim Schrauben nicht. Das war die größte Herausforderung – und dafür haben wir eine super Lösung gefunden. Wir haben alle Hand in Hand zusammengearbeitet.“ – „Dazu gibt es auch ein schönes Video auf YouTube, wie die LKW‘s mit den großen Tanks hier reingefahren sind“, ergänzt Werner Edl. „Im Keller denkt man immer, so groß sind die doch gar nicht, aber auf den LKW‘s konnte man die Dimensionen von so einem riesigen Tank schon erfassen. Die Tanks wurden innerhalb von nur drei Wochen genau im Zeitplan aufgebaut, bis alles perfekt passte.“

Alles auf einmal
Christian Nett ist froh, mit der ‚großen Lösung’ alles auf einmal in den Keller gestellt zu haben und nicht schrittchenweise: „Das war zwar ein großer Brocken, aber jetzt ist alles fertig und wir müssen nicht wieder von vorne anfangen. So konnten wir auch auf jede Kleinigkeit achten, alles passt und man muss hinterher keine Flickschusterei machen. Dazu kommt noch der Kosteneinspareffekt. Und wenn dann auch noch vom Zeitplan her alles passt, ist man sehr zufrieden und glücklich.“ 

Projektfazit: Top!
Denis Lutterbach resümiert ebenfalls positiv über das Projekt: „Auch wir als Firma KLUG haben viel aus diesem Projekt gelernt. Beim nächsten Keller in dieser Größenordnung wissen wir auf jeden Fall, was wir einfacher machen können. Das hat man auch nicht alle Tage. Das ist ein Projekt, das über Monate hinweg angegangen werden muss. Es geht am Ende zwar auch um den Preis, der einfach stimmen muss. Aber auch für den Fall, dass der Tank irgendwelche Schäden durch Transport oder Einbau bekommen hat, muss schnell eine Lösung her. Nachhaltigkeit und Service müssen gegeben sein. Insgesamt war das ein sehr gutes Miteinander zwischen der Firma KLUG und dem Weingut Nett.“

Christian Nett (Weingut Bergdolt-Reif & Nett), Denis Lutterbach und Werner Edl (KLUG GmbH)
Die Laufstege wurden ganz ohne Stützen montiert.

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Martina Shepherd

Chefredakteurin RWZ-agrarReport

Telefon: 0221 / 16 38-3972
Mail: martina.shepherd(at)rwz.de

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