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Zu Besuch beim... Weingut Diel

Januar 2021

Weinbau, Ackerbau, Lohnunternehmen – alle drei Standbeine von Dennis Diel aus dem rheinhessischen Biebelnheim sind absolut sehenswert. Besonders heraussticht, wie fortschrittlich der Betrieb ist bei allem, was mit Technik zu tun hat. Hier ist Dennis Diel ein echter Vorreiter und bringt die Agrartechnik mit seinen Ideen und Innovationen entscheidend voran.

„Winzer“, antwortet der Betriebsleiter in der dritten Generation, wenn er gefragt wird, was er von Beruf ist. So liegt auch das Hauptaugenmerk des Betriebes auf dem Weinbau. Das Weingut Diel vermarktet deutschlandweit Flaschenwein sowie regional Trauben- und Fasswein. „Als Winzer stellt man schon was dar“ erklärt der gelernte Winzer und Oenologe, „Wein ist ein gewisses Luxusprodukt und steht in Verbindung mit Geselligkeit. Ich verkaufe mit Wein auch eine Geschichte und direkt ein Stück Natur. Ich war schon als Kind fest im Betrieb drin und könnte mir keine andere Tätigkeit vorstellen, als hier in der Natur zu arbeiten.“

Lohnunternehmer für Acker- und Weinbau
Im Ackerbau setzt Dennis Diel auf die regionalen Leitkulturen Weizen, Zuckerrüben und Braugerste. Der Schwerpunkt im Lohnunternehmen liegt auf Erdarbeiten und Transporten sowie der Getreideernte. Daneben bietet er auch die Ausbringung von Pflanzenschutz, Dünger, Festmist und Kompost sowie alle Bodenbearbeitungen an. Für den Weinbau hat er alle Technikdienstleistungen im Portfolio: Entlaubung, Traubenernte, Tiefbodenbearbeitung für Junganlagen, Abräumen und Roden von Weinbergen, Pflanzvorbereitung und GPS-gestützte Pflanzungen oder auch das Drücken der Pfähle über GPS. Zudem ist der Betrieb noch in einer landwirtschaftlichen Gemeinschaft für Zuckerrübenrodung und -abtransport organisiert.

Pilotbetrieb für Agrartechnik
„Wir brauchen sehr gute Technik, um die Arbeiten für uns und unsere Kunden optimal durchzuführen und das beste Ergebnis zu erzielen“, so Dennis Diel, „und die RWZ hat sehr gute und sehr starke Produkte, die wir dazu benötigen. Wenn wir etwas brauchen oder Ideen umsetzen wollen, schließen wir uns mit Rafael Okupny von der RWZ Agrartechnik in Saulheim kurz. Oder der Impuls kommt von ihm, wenn er etwas Interessantes für uns hat und wir testen das dann.“ Und Rafael Okupny ergänzt: „Dennis Diel bekommt auch immer mal wieder Testgeräte, für die sein Feedback von uns oder seitens der Hersteller gefragt ist. Für den Betrieb Diel haben wir auch den allerersten neuen Fendt 200 Vario, also die 3. Generation, bestellt.“

GPS-Pioniere
„Weil wir zukunftsorientiert arbeiten“, erklärt Diel, „haben wir sehr früh auf Digitalisierung gesetzt, also Überwachung, Schlagdokumentation und Schlagkartei, Aufzeichnungen der Arbeiten und Anwendungen auf GPS-Basis, um die Genauigkeit der Arbeiten zu unterstützen und Abrechnungen zu verbessern. Wir haben alle Maschinen schon immer sehr vorausschauend gekauft, wenn möglich mit Anbindung über GPS-Funktionen wie z. B. der automatischen Lenkung, Section-Control und Mengendosierungen über GPS. Inzwischen fahren seit fünf Jahren alle Maschinen GPS-gesteuert und -überwacht. Wir und unsere Kunden schätzen die Perfektion, die wir dadurch erreichen. Produkteinsparungen und Leistungssteigerungen von über 10 % sind dabei durchaus möglich. Im Weinbau fehlte bislang die passende Technik. Der neue 200er Vario der 3. Generation ist dann der logische Schritt, warum wir den auch als einer der ersten wollten und uns nicht hinten angestellt haben.
Wir vertrauen auf die RWZ und die Marke Fendt, dass die Technik funktioniert. Dieser Schlepper bietet über ISOBUS und GPS Möglichkeiten, die im Weinbau bis dato noch gar keine Anwendung haben, geschweige denn, dass es dafür Maschinen gibt. Aber wir denken, dass wir mit den Herstellern die passenden Maschinen entwickeln können und im Weinbau durch die GPS-Anwendungen ähnliche Einsparpotenziale erreichen können wie im Ackerbau.“

Mehrwert durch neuen 200er Vario
Was kann der 200er Vario der 3. Generation mehr? „Wir haben den neuen 200er in der Profi Plus Ausstattung mit Fendt One gekauft“, antwortet Dennis Diel, „GPS auf RTK Genauigkeit ist im Weinbau zwingend notwendig, um 2 cm genau arbeiten zu können, ohne dass der Fahrer etwas zusätzlich tun muss. Wir versprechen uns zukünftig Einsparungen durch die automatische Lenkung und über die Anwendungen mit Section-Control. Und über eine verbesserte Arbeitsökonomie, weil der Fahrer nicht mehr schalten oder lenken muss. Beim Laubschnitt, beim Entlauben und bei Unterstockarbeiten erwarten wir eine höhere Präzision, weil der Fahrer sich nur noch auf das Gerät konzentrieren muss. Wir haben den Schlepper mit einer bis dato noch nicht möglichen Hydraulikkonfiguration ausgestattet, die auch sehr weit in die Zukunft gedacht ist. Wir haben hier die Möglichkeit der fünf Steuergeräte plus einem Power- Beyond-Anschluss. Damit versprechen wir uns in Verbindung mit dem ISOBUS, welchen der neue Schlepper jetzt bietet, dass zukünftige Gerätekombinationen über die neue Bedienarmlehne samt 3LJoystik direkt angesteuert werden und wir auf dem Schlepper keinen zusätzlichen Joystick mehr brauchen. Ein Laubschneider kann so über den Schlepperjoystick, der bis zu 27 Funktionen ausführen kann, gefahren werden. Es müssen nicht so viele Ölschläuche gekuppelt werden, die Bedienung ist so viel einfacher und der Fahrer kann sich die Belegung individuell gestalten und abspeichern.“

Großes Potenzial im Weinbau
Im Ackerbau ist das heute alles Standard, im Weinbau müssen die entsprechenden Geräte erst noch entwickelt werden. Dennis Diel sieht hier großes Potenzial. Wichtigstes Gut im Weinbau ist der Rebstock und jede vermiedene Verletzung eines Rebstocks durch eine kurze Unachtsamkeit oder Ungenauigkeit des Fahrers kostet Geld. „Der Betrieb bringt durch seine Größe die besten Voraussetzungen für den Einsatz dieser Technik“, sagt Reiner End, RWZWeinbaufachberater. Aber man muss es auch wollen“, wendet Dennis Diel ein, „es kostet schon Zeit und Nerven, bis so eine Programmierung steht. Im Ackerbau konnte ich da bisher schon viele Erfahrungen sammeln. Die Digitalisierung der Schläge und die Spurplanung als wichtigste Basis für alle Arbeiten will richtig
gemacht sein. Erst jetzt nach vielen Softwareupdates kann ich sagen, es funktioniert. Der Grenzstein ist für mich überflüssig geworden, der fährt im Computer immer mit.“

RWZ-Weinbaukompetenztag zu Gast beim Weingut Diel
Bei so viel innovativen Pioniergeist bot es sich für RWZ-Weinbauexperten Reiner End an, den ersten RWZ-Weinbaukompetenztag von RWZ/KLUG/RWS auf dem Weingut Diel zu planen. Als einziger Vollsortimenter deckt der RWZ-Konzern die kompletten Bereiche Agrar, Technik, Weinbau und Kellerei ab und präsentiert beim Weinbaukompetenztag seine fachliche Stärke in Vorträgen wie auch in Aktion im Weinberg. Voraussichtlich findet der RWZ-Weinbaukompetenztag, abhängig von der aktuellen Corona-Situation, am 16. und 17. Juni 2021 statt.

Der große und der kleine Fendt - für Betriebsleiter Dennis Diel (Mitte) ist immer die neueste Technik im Einsatz. Bei Rafael Okupny (rechts) hat er den ersten 200er Fendt der neuen Baureihe bestellt und verspricht sich Großes von dem Kleinen. RWZ-Weinbaufachberater Reiner End (links) plant den ersten Weinbaukompetenztag von RWZ/KLUG auf dem technischen Pionierweingut Diel.
Bei Flaschen setzt Dennis Diel (links, mit Reiner End, rechts) auf KLUG und Wiegand-Glas: "Da passt die Qualität", ist der Winzer überzeugt.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Kontaktieren Sie uns!

Martina Tschörtner

Chefredakteurin RWZ-agrarReport

Telefon: 0221 / 16 38-466
Mail: martina.tschoertner@rwz.de
 

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