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RWZ beim LVM-Landwirtschaftstag 2016

veröffentlicht am 02. November 2016

Beim LVM-Landwirtschaftstag 2016 in Bonn war das Who is Who der deutschen Landwirtschaft versammelt.

Unter den rund 900 Besuchern dieser alle zwei Jahre stattfindenden Fachveranstaltung waren viele Landwirte, Vertreter der Agrarbranche und Funktionäre. Die RWZ präsentierte sich mit einem Infostand und einem Schlepper der Premiummarke Fendt aus ihrem Geschäftsbereich Technik.

Der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung Christian Schmidt referierte zum Thema „Eckpunkte für eine zukunftsfähige Agrar- und Verbraucherpolitik“, wobei er unterstrich, wie wichtig Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe ist. Eine hochinteressante Podiumsdiskussion lieferten sich unter der Moderation von Guido Höner (Chefredaktion der top agrar) die Politiker Gitta Connemann (CDU/CSU), Dr. Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Stefan Birkner (FDP) und Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) zum Thema „Welche Rahmenbedingungen schafft die Politik?“, bei der es u.a. um die Frage ging, ob die Politik in den landwirtschaftlichen Markt regulierend eingreifen sollte, um die derzeitige Misere der deutschen Landwirtschaft abzufedern.

Ein weiterer aktueller Themenblock umfasste die Herausforderungen im Ackerbau in Bezug auf den Klimawandel. Dipl. Meteorologe Dr. Meeno Schrader erläuterte, dass sich die Durchschnittstemperatur in Bonn bereits um 1,1 °C erhöht hat, aber das viel größere Problem die Zunahme der Wetterextreme aufgrund der schwankenden Temperatur- und Niederschlagsverteilung ist. Sogenannte Jahrhundertereignisse mit desaströsen Folgen für die Landwirtschaft kommen inzwischen alle paar Jahre vor. Resultat sind zudem neue Krankheiten und Schädlinge im Ackerbau. Das griff dann Prof. Dr. Berhard Bauer mit einem Vortrag zum Thema „Wie müssen sich Züchtung, Anbau und Pflanzenschutz auf den Klimawandel einstellen?“ auf.

Zum Themenkomplex „Herausforderungen in der Tierhaltung“ referierte u.a. Clemens Tönnies, der wie kein anderer die perfekt durchrationalisierte Fleischproduktion repräsentiert. Tönnies - Mitbegründer der Initiative Tierwohl - forderte, dass Kosten bei Verbesserungen in Tierhaltungssystemen auf die gesamte Wertschöpfungskette verteilt werden.

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