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RWZ-Jahresbilanz 2021

veröffentlicht am 12. Mai 2022

Nach erfolgreicher Stabilisierung Fokus auf Dynamisierung und strategische Allianzen

Vorstandsvorsitzender Christoph Kempkes (r.) und Mitglied des Vorstands Michael Göthner (l.)

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ) alle gesteckten Unternehmensziele erreichen, teils sogar übertreffen. Dies meldet der Vorstand im Rahmen der Bilanzpressekonferenz für den RWZ-Konzern in Köln. Konkret erreicht wurde in 2021 ein Umsatzwachstum von +8 % auf rund 2,2 Mrd. Euro. Das operatives Ergebnis (EBIT) lag bei 23,0 Mio. Euro (+0,7 Mio. Euro zum Vorjahr), der Gewinn vor Steuern bei 12,5 Mio. EUR (0,6 % Gewinnmarge) und der Konzernjahresüberschuss bei 7,6 Mio. Euro nach Steuern (+10 % zum Vorjahr).

Christoph Kempkes, RWZ-Vorstandsvorsitzender, fasst die Ergebnisse zusammen: „Wie im Rahmen unserer Strategie PRIO angekündigt, treten wir nun nach erfolgreicher Neuausrichtung und Stabilisierung in den Vorjahren in die Phase der Dynamisierung der RWZ ein. Es bleibt noch viel zu tun, aber fürs Erste freuen wir uns über erzielte Fortschritte allerorten. Für Zukunftsthemen und kommende Herausforderungen sind wir gut gerüstet.“

Weiter kommentiert Kempkes: „Die überwiegende Mehrheit unserer 11 Geschäftsbereiche hat in 2021 geliefert. Gemeinsam mit der RW Kassel haben wir große Steine bewegt und zudem weitere Allianzen aufgegleist. Bei unseren diversen Übernahmen haben wir abermals ein gutes Händchen bewiesen. Für unsere Struktur inklusive dem beabsichtigen Rechtsformwechsel und für die Vereinfachung unserer Prozesse in Vorbereitung auf das Upgrade unserer IT-Landschaft haben wir wichtige Weichen gestellt.“

RWZ-Finanzvorstand Michael Göthner ergänzt: „Insgesamt konnten wir durch Fokussierung – ein Meilenstein ist hier sicherlich der Verkauf von 19 Agrar-Standorten an RW Kassel – und strategische Allianzen sämtliche Finanzrelationen verbessern. Wir haben nochmals unsere Verschuldung gesenkt und die Finanzierung der RWZ mit unseren Partnerbanken auf längere Frist fixiert. Dadurch gewinnen wir finanzielle Spielräume, was wir in Hochpreismärkten als Wettbewerbsvorteil betrachten. Zudem schafft das Luft für weitere Investitionen in Bereiche mit Ergebnis und Perspektive.“

Beim Handel mit Agrarerzeugnissen ist in 2021 die mit RW Kassel gemeinschaftlich organisierte Vermarktungsplattform Raiffeisen AgriTrading besser als geplant angelaufen. Bei Düngemitteln zeigten die gemeinschaftlichen Einkaufsaktivitäten mit RW Kassel positive Umsatz- und Ertragseffekte. Im Pflanzenschutz wurde zwar ein marktbedingter Mengenrückgang verzeichnet; dafür war das Ergebnis bei Saatgut (mit marktführenden Sorten bei Weizen und Braugerste) und Holz außerordentlich gut. Im Segment Agrartechnik wurden in Deutschland und Frankreich zwar aufgrund von Lieferengpässen weniger Traktoren als im Vorjahr abgesetzt; dies wurde jedoch kompensiert durch gute Verkaufszahlen beim Beiprogramm, bei Ersatzteilen, Gebrauchtmaschinen und einer starken Werkstattleistung.

Sehr zufriedenstellend – insbesondere vor dem Hintergrund teils erschwerter Corona-Bedingungen seit 2020 – verliefen in 2021 der Handel mit Speise-, Industrie- und Pflanzkartoffeln, der Bereich Profi-Gartenbau und das Segment Autohaus. Erfreulich war auch die anhaltend positive Entwicklung der drei in den Vorjahren redimensionierten Bereiche Einzelhandel, Energie und Futtermittel. Der Bereich Weinbau/Kellerei war belastet durch die restrukturierungsbedingte Schließung der Abfüllaktivitäten.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 zeigen sich beide Vorstände optimistisch. „Bislang läuft es sehr gut. Wir liegen per erstes Tertial deutlich über Plan und Vorjahr. Aber die bislang unbekannten Marktturbulenzen und Ungewissheiten gebieten, dass wir bescheiden auf der Hut bleiben und finanzielle Vorsorge treffen“, sagt Michael Göthner. Ergänzend benennt Christoph Kempkes die RWZ-Fokusthemen für 2022: „Synergien heben aus der Kräftebündelung mit Allianzpartnern im Agrarhandel, bei Betriebsmitteln und im Profi-Gartenbau. Investitionspläne festzurren für unsere Agrarstandorte, die Agrartechnik, die IT und kleinere Übernahmen sowie neu auch investive Maßnahmen bei Nachhaltigkeit und regenerativer Landwirtschaft. Strukturen und Prozesse weiter verschlanken und an Standards orientieren. Digitalisierung vorantreiben. Den beabsichtigten Rechtsformwechsel zu einer genossenschaftlich orientierten AG für 2023 vorbereiten. Fad wird’s uns nicht.“

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