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Weinbauempfehlung 2020 - Rheinhessen | Pfalz | Nahe

Düngung

Pflanzenschutz

Fungizide


 

Weitere Einzelheiten

Insektizide /Akarizide / Herbizide

* Länderspezifische Mindestabstände zu Oberflächengewässern sind einzuhalten. **Die kurative Wirkung eines Produktes gegen Peronospora kann sich unter günstigen Bedingungen für den Erreger bis auf 24 Std. nach einer Infektion reduzieren. Da die Kurativleistung ohnehin nur auf den Blättern zu erwarten ist, sollte immer eine vorbeugende Bekämpfung erfolgen.1) Zulassung wird erwartet. 2) Raubmilben: RM I: nicht schädigend, RM II: schwach schädigend, RM III: schädigend ³) Veriphos und Frutogard nur in Verbindung mit einem Kontaktmittel einsetzen 4) unbedingt mit einem Netzmittel einsetzen, lassen Sie sich vor Ort beraten! 5) Aktuelle Zulassungssituation beachten 6) Sorteneinschränkung 7) für diese Indikation zugelassene Basisaufwandmenge des Folpet-Produktes, TT = Tafeltrauben, KT = Keltertrauben

Praxistipp Laubwandflächen-Modell

In Zukunft werden neu zugelassene Pflanzenschutzmittel ein neues Dosiermodell haben. Die Aufwandmenge wird dann nicht mehr mit einem Faktor je nach Entwicklungsstadium sondern Anhand der vorhandenen Laubfläche berechnet. Nötig wurde diese Umstellung um Zulassungen verschiedener Länder innerhalb der EU einfacher übertragen zu können. Hier war die Forderung nach einem einheitlichen Standard vorhanden.

Was bedeutet das nun für die Praxis?
Konkret bedeutet dies, dass es möglich sein wird bei starkem Wachstum schon früher mehr Mittelmenge auszubringen, und so mehr Wirkungssicherheit zu haben. Auch kann so verschiedenen Laubwandhöhen Rechnung getragen werden.

Die Berechnung der Laubwandfläche ist relativ einfach. Die Zeilenlänge wird mit der Laubwandhöhe multipliziert und man erhält die vorhandene, zu behandelnde Fläche. Als Faustzahl kann man pro geöffneter Düse mit 0,3 m Laubwandhöhe rechnen. Die Laubwandlänge errechnet sich aus der Größe der Parzelle und dem Reihenabstand (z. B. 10.000 m² Fläche / 2m Zeilenabstand = 5.000 m
Laubwand). In steilen Anlagen und bei Grundstücken mit Stummelzeilen lässt sich relativ schnell anhand der Pfahlabstände ermitteln wieviel m hier tatsächlich vorhanden sind. Da man dies nur einmal ermitteln muss ergibt sich hier auch ein relativ hohes Einsparpotential.

Im Prinzip wird mit einer Mittelkonzentration gefahren. Je nach Laubwandhöhe wird eine Düse mehr oder weniger aufgemacht. Die Dokumentation wird zwar ein klein wenig aufwändiger, dafür bewegt man sich aber rechtlich auf der sicheren Seite wenn man z. B. Minimalschnittsysteme im Betrieb hat und die Mittelmenge wird dem tatsächliche Aufwuchs angepasst. Damit wird auch der Forderung aus der Praxis nachgekommen wenn es um verschiedene Zeilenbreiten geht.

Zusätzlich zur ermittelten Aufwandmenge muss man dann noch abprüfen, dass die Maximalmenge pro ha und Anwendung nicht überschritten wird, was aber nur bei extrem hohen Laubwänden der Fall sein dürfte.

Problematisch wird es während der Umstellungsphase!
Das Hauptproblem wird es während der Umstellung des jetzt noch gängigen „Faktor-Systems“ zum „Laubwandflächen-Modell“ geben. Die noch bestehenden Zulassungen bleiben mit dem Faktor-System erhalten, während die neuen Zulassungen dann nur noch mit dem Laubwandflächen-Modell arbeiten.
 
Die ersten neuen Zulassungen mit dem neuen System werden 2020 erwartet, d. h. für die kommende Saison bleibt es noch „beim Alten“.

 

Laubwandapplikation

Optimale Wasseraufwandmenge 400 – 600 l/ha im Stadium der vollen Belaubung
=> Düsengrößen 015 – 02 und Fahrgeschwindigkeit max. 8 km/h
 

Weitere Einzelheiten

Herbizidanwendung

Beim Einsatz von Herbizidgeräten mit Elektropumpen (Drücke bis max. 3 bar) sollten sog. Niederdruckinjektordüsen zur Anwendung kommen (z. B. Airmix 02 – 03, Fa. Agrotop). Diese Düsen arbeiten schon ab 1 bar Druck optimal. In aller Regel werden Düsen verwendet, die ein exzentrisches Spritzbild erzeugen (sog. OC Düsen). Sie ermöglichen ein randscharfes Ausbringen der Behandlungsflüssigkeit in der befahrenen Gasse. Im Normalfall reicht eine einseitige Behandlung des Unterstockbereiches aus. Lediglich bei sehr hohem Aufwuchs kann eine beidseitige Behandlung sinnvoll sein.

Weitere Einzelheiten

Weinbergbegrünung

Saatgutmischung

Fakten zur Begrünung des Weinbergs

Eine korrekt ausgewählte Weinbergbegrünung bietet eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber keiner oder einer falsch ausgewählten Begrünung. Welche die richtige Begrünung ist, richtet sich nach verschiedenen Faktoren: Gefälle, Bodenart, Begrünungsmaßnahmen
der Vorjahre etc.

Die richtige Begrünung bietet folgende Vorteile:

  • Tiefgründige Verbesserung der Bodenstruktur
  • Stickstoffeintrag in den Boden
  • Mobilisierung von Nährelementen
  • Humusaufbau
  • Verbessertes Wasserrückhaltevermögen
  • Aktivierung des Bodenlebens
  • Erosionsschutz
  • Stabilisierung des Ökosystems durch Biodiversität
  • Speicherung von Kohlenstoff aus der Atmosphäre (CO2)

Steillagenbegrünung (Gräser + WOLFF-Mischung) (WB 200)

Artenreiche Mischung zur Begrünung von Steillagen im Weinbau. Neben den enthaltenen Gräsern schützt eine Vielzahl von Blühpflanzen und Kräutern den Hang vor Erosion.

10 kg:
70 % WOLFF-Mischung konventionell (Analyse siehe Seite 10)

30 % Mulchmischung Standard V bestehend aus:
     60 % Härtlicher Schwingel
     25 % Rotschwingel
     kurzausläufertreibend
    15 % Rotschwingel horstbildend

Aussaatstärke: 60 – 80 kg/ha
Art.-Nr. 2002260

Sommerbegrünung für alle Lagen (WB 250)

Einsaat für eine Übergangsbegrünung im Sommer mit dem Ziel einer schnellen Begrünung mit tiefer Durchwurzelung und guter Bodenbedeckung.
Bei Sommertrockenheit walzen oder hoch mulchen.

10 kg:
46 % Sommerwicke
  7 % Phacelia
20 % Buchweizen
  7 % Alexandrinerklee
20 % Winterwicke

Aussaatstärke: 60 – 80 kg/ha
Art.-Nr. 2002262

Winterbegrünung (Wickroggen mit Kräutern) konv. (WB 240)**

Weinbergbegrünung für die überjährige Nutzung.

10 kg:
30 % Winterwicke
10 % Inkarnatklee
45 % Winterroggen
  4 % Winterrübse
  3 % Phacelia
  8 % Würzkräutermischung*
   *bestehend aus: Kleiner Wiesenknopf,
   Kümmel, Spitzwegerich, Wegwarte,
   Schafgarbe, Wilde Möhre, Petersilie,
   Fenchel, Borretsch, Hornklee, Kamille,
   Kornblume, Klatschmohn

Aussaatstärke: 50 kg/ha
Art.-Nr. 2002261

Hohenbuchgemenge (Brache) (WB 230)

Zur Einsaat von Brachen, zur Bodenlockerung und Bodengesundung. Futtererbsen und Ackerbohnen können bei Bedarf zugegeben werden.

10 kg:
35 % Platterbse
25 % Buchweizen
20 % Winterwicke
10 % Inkarnatklee
  7 % Alexandrinerklee
  1 % Phacelia
  2 % Sonnenblume

Aussaatstärke: 50 kg/ha
Art.-Nr. 2002263

WOLFF-Mischung konventionell (WB 220)

Weinbergbegrünung 3- bis 4-jährig

10 kg:

7,5 % Alexandrinerklee 10 % Bienenweidemischung 10 % Würzfuttermischung
7,5 % Inkarnatklee     Phacelia    Kleiner Wiesenknopf
2,5 % Phacelia     Buchweizen    Kümmel
20 % Winterwicke     Koriander    Spitzwegerich
7,5 % Bokharaklee, gelbblühend     Ringelblume    Wegwarte
15 % Esparsette     Schwarzkümmel    Schafgarbe
7,5 % Luzerne     Ölrettich    Wilde Möhre
   5 % Gelbklee     Kornblume    Petersilie
   5 % Perserklee     Malve    Fenchel
2,5 % Schwedenklee     Borretsch    Pastinake
      Dill    Hornklee
      Sonnenblume  
      Kornblume  


Aussaatstärke: 40 kg/ha
Art.-Nr. 665532

WOLFF-Mischung ohne Luzerne (WB 225)

für sehr trockene Standorte

10 kg:
Die Mischung ist an die besonders trockenen Lagen unterschiedlicher Weinanbaugebiete angepasst. Unter sehr trockenen Bedingungen kann die Luzerne aufgrund ihres starken Wurzelwerkes in Wasserkonkurrenz zur ertragsbildenden Rebe stehen. Es empfiehlt sich, in diesen Gebieten auf Luzerne zu verzichten. Die Luzerne wurde durch gleichmäßige Erhöhung der Anteile der anderen Arten ersetzt. Somit bleibt die Vielseitigkeit der Mischung erhalten.

Aussaatstärke: 40 kg/ha
Art.-Nr. 2007497

Individuelle Mischungen, Einzelkomponenten und weiteres Bio-Saatgut auf Anfrage – Sprechen Sie Ihren RWZ-Fachberater an!

RWZ Bio

RWZ Bio Naturdünger 11

Organischer Stickstoff-Biodünger zur raschen und nachhaltigen Nährstoffversorgung

ZUSAMMENSETZUNG:
64% organische Substanz i.TS.
 

 Stickstoff (gesamt-N)           Phosphat (P2O5)           Kalium (K2O)
            11%                                     1,4%                         1,3%

AUSGANGSSTOFFE:
Pflanzenreste aus der landwirtschaftlichen Erzeugung (Sojaschrot), Federmehl, Horn- und Hufmehl (Kategorie 3, VO-EG Nr.1069/2009, Art. 10, Kat. 3), pelletiert

EIGENSCHAFTEN:
• Organisches Naturprodukt aus pflanzlichen und tierischen Rohstoffen
• Mikroorganismen werden aktiviert und vermehren sich
• Die dunkelbraunen Pellets sind sehr streufähig und rasch wirksam
• Sorgt für eine gesunde und lockere Bodenstruktur

RWZ BIO NATURDÜNGER 11 ist GVO-frei und für den ökologischen Anbau zugelassen

ANWENDUNGSEMPFEHLUNG:
500-800 kg/ha je nach Pflanzenkultur mittels geeignetem Düngerstreuer ausbringen.

GEBINDEGRÖßE: Pelletiert in 500 kg BigBags

Sicherheitshinweise zur Handhabung:
Trocken lagern! Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen! Für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren! Produkt nicht ins
Abwasser oder freie Gewässer gelangen lassen! Nicht für den Verzehr geeignet! Von Futtermittel getrennt lagern!

„Organisches Düngemittel / Keine Beweidung durch Nutztiere und keine Verwendung der Pflanzen als Grünfutter für die Dauer
von mindestens 21 Tagen nach der Ausbringung!“ Lagerung im landwirtschaftlichen Betrieb: geeigneter Lagerort, zu dem Nutztiere
keinen Zugang haben!

RWZ Bio Kurzübersicht Weinbau

Neben kupferhaltigen und bicarbonathaltigen Pflanzenschutzmitteln sowie Schwefel, die auch im konventionellen Pflanzenschutz eingesetzt werden, haben wir auch weitere Produkte im Angebot. Hier ein Auszug der Produkte die für den ökologischen Weinbau interessant sind. Eine vollständige Übersicht gibt es in unserem Bio-Katalog.

Weinbauversuche

Die RWZ betreibt an verschiedenen Standorten in Rheinland-Pfalz einen Ringversuch. Getestet werden bewährte und neue Pflanzenschutzstrategien für die Praxis. Damit können wir die Wirksamkeit der von uns ausgesprochenen Empfehlungen überprüfen und unsere Strategien für die Zukunft anpassen. In den Versuchen besteht für uns zusätzlich die Möglichkeit auch Pflanzenschutzmittel die noch keine Zulassung haben im Versuchsrahmen zu testen. So können wir uns ein unabhängiges Bild von der Leistungsfähigkeit verschiedener Produkte von unterschiedlichen Herstellern im direkten Vergleich machen und damit auch feststellen ob und zu welchem Zeitpunkt wir einen sinnvollen Einsatz der Produkte sehen.

Die unterschiedlichen Standorte erlauben zudem den Vergleich der Spritzfolgen in verschiedenen Weinanbaugebieten mit verschiedenen Schwerpunkten, auch die Rebsorten sind dem angepasst. Der Standort Kirrweiler wird mit 4-facher Wiederholung betrieben. In Kröv werden jedes Jahr Versuche in 2-facher Wiederholung gemacht.

KIRRWEILER
ca. 6.000 m² | Rebsorten Grauer Burgunder und Müller-Thurgau

Botrytis:
Varianten mit neuen biologischen und konventionellen Produkten sowie Nebenwirkungen verschiedener Fungizide und Blattdünger. Jede Variante außer einer Kontrolle wird entblättert. Zusätzlich zur unbehandelten Kontrolle gibt es auch rein phytosanitäre Varianten.

Peronospora und Oidium:
verschiedene Spritzfolgen und neue Produkte, Peronospora künstliche Inokulation.

KRÖV
ca. 1.900 m² | Rebsorte Müller-Thurgau

Schwerpunkt Schwarzfäule und Peronospora:
verschiedene Spritzfolgen und Nebenwirkungen verschiedener Fungizide
sowie neue Produkte. Künstliche Inokulation beider Krankheiten.

Oidium:
verschiedene Spritzfolgen.

RWZ Weinbaudünger

Die RWZ mischt selber Dünger, darunter auch einen am Entzug orientierten Weinbaudünger.

Für Flächen die mit P und K übermäßig gut versorgt sind wird auch jedes Jahr eine Stickstoff-Magnesium-Mischung gemacht.

Angepasste Mehrnährstoffdünger erlauben eine bedarfsgerechte Düngung mit nur einer Überfahrt. Ab einer gewissen Menge mischen wir auch gerne Ihren individuellen Dünger!

RWZ Weinbaudünger
NK Dünger mit MgO, Schwefel und Bor 10/17+6+8 (+0,05% Bor)
als KAS Version oder stabilisiert mit Entec erhältlich

Vorteile:

  • Ohne P aufgrund der neuen Düngeverordnung
  • Entzug ist der Maßstab
  • Frühere Anwendung bei Entec-Version möglich
  • Entec verringert Stickstoffverluste

Interessiert? Dann fragen Sie Ihren RWZ-Fachberater

Diese Arbeitsunterlage dient der Information und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für eventuelle Fehler wird keine Haftung übernommen. Dieses Werk ist einschließlich aller seiner Einzelbestandteile urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen
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