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Es gibt einiges zu tun, jedoch lässt die aktuelle Wetterlage in vielen Regionen noch keine Befahrbarkeit der Flächen zu. Trocknen die Flächen ab geht es Schlag auf Schlag! Wir verschaffen einen Überblick über die anstehenden Maßnahmen und geben Vorschläge, in welcher Reihenfolge die Maßnahmen erfolgen können.
Es ist ratsam die Maßnahme mit 2,0 l/ha Lebosol Bor oder 2,0 l/ha YaraVita RapsPro bzw. 2,0 kg/ha YaraVita RapsDF zu kombinieren. Situativ kann dann auch beim ersten Auftreten von Rapsglanzkäfern 0,2 l/ha Trebon 30 EC zugesetzt werden.
Sind die Böden weitestgehend abgetrocknet kann mit der Aussaat der Futtererbsen und Ackerbohnen begonnen werden. In Ackerbohnen gibt es ausschließlich, in Futtererbsen fast nur Produkte für den Vorauflauf.
Im Vorauflauf ist gegen breite Mischverunkrautung (inkl. Klette und Melde) in beiden Kulturen 4,0 l/ha Bandur einzusetzen.
Spielen Klette und Melde keine Rolle, kann im Vorauflauf auf 2,0 l/ha Stomp Aqua + 3,0 l/ha Boxer (Auflagen beachten!) zurückgegriffen werden.
Die breiteste Wirkung (inkl. Klette, W.Gänsefuß, Windenknöterich) haben 2,4 kg/ha Novitron (Auflagen beachten!).
Erfolgt keine Vorauflaufbehandlung ist mit geringerem Bekämpfungserfolg zu rechnen. In Futtererbsen ist im Nachauflauf eine Behandlung mit 2,0 l/ha Stomp Aqua oder 4,0 l/ha Spectrum Plus (bei beiden Auflagen beachten!) möglich.
Das Dauergrünland ist in Folge der langen Dürreperioden der vergangenen Jahre und dem daraus resultierenden starken Mäusebefall in einem sehr schlechten Zustand. Die Durchführung der geeigneten Maßnahmen ist jetzt ganz entscheidend, um die Grundfutterversorgung für dieses Jahr abzusichern.
Wichtigste Maßnahme zur Sanierung der geschädigten Grasnarben ist die Nachsaat. Die passenden Saatgutmischungen z.B. G V Nachsaatmischung je nach Bestand mit 8 – 12 kg/ha bieten eine sinnvolle Lösung. Von der Möglichkeit an zahlreichen RWZ-Standorten professionelle Grünlandstriegel zu mieten, mit denen die Nachsaat erfolgreich und zügig durchgeführt werden kann, sollte Gebrauch gemacht werden. Gleichzeitig wird die Grünlandnarbe belüftet, werden alte und verfilzte Narbenbestandteile aus dem Bestand herausgekämmt, Bodenunebenheiten beseitigt und die Altnarbe zum Wachstum angeregt.
Neu- oder Nachgesäte Bestände müssen ausreichend mit N und S versorgt werden, nur so können sich die Qualitätsgräser etablieren. Zudem sollte der pH-Wert stimmen. Ein pH-Wert über 5 ist auf Grünlandflächen anzustreben, nur so können sich die Qualitätsgräser optimal etablieren und entwickeln.
Winterraps: Erst düngen, dann Pflanzenschutz!
Wintergetreide: Im Herbst kein Herbizid? Dann erst Pflanzenschutz, dann Düngung! War die Herbst-Herbizidmaßnahme erfolgreich? Dann erst düngen und situativ Herbizide nachlegen.
Leguminosen: Erst Flächen abtrocknen lassen, dann säen. Nicht „reinschmieren“! Herbizide im Vorauflauf spritzen